Du willst mit dem Rennvelo anfangen. Vielleicht hast du jemanden einen Pass hochfahren sehen und gedacht: das will ich auch. Vielleicht war es ein schöner Morgen am Zürichsee und du wolltest einfach schneller sein als zu Fuss. Was auch immer der Moment war – willkommen. Ich zeige dir was du wissen musst, ohne dich mit Gear-Nerdtum zu überfordern.
Warum Rennvelo – und warum in der Schweiz besonders schön
Rennvelo-Fahren ist Ausdauersport, Meditation und Landschaftserlebnis in einem. In der Schweiz kommt noch dazu: die Infrastruktur ist gut, die Strassen sind gepflegt, und du bist in 30 Minuten auf Pässen oder an Seen die in anderen Ländern tagelange Anreise bedeuten würden. Vom Appenzellerland auf den Rickenpass, von Zürich zum Walensee, von Basel in den Jura – das alles ist Tagesausfahrt.
Dazu kommt: Die Schweizer Radsportszene wächst. Mehr Events, mehr Jedermannrennen, mehr Menschen auf dem Rennvelo. Ein guter Moment um anzufangen.
Das erste Rennvelo: Was wirklich zählt
Für Einsteiger:innen gilt: Das beste Rennvelo ist das das du wirklich fährst. Kein Carbon-Wunderwerk für 8000 Franken das nach drei Ausfahrten im Keller steht. Ein solides Aluminium-Rennvelo zwischen 800 und 1500 Franken ist ein perfekter Start. Stabil, wartungsarm, und bei einem Sturz kein finanzieller Totalschaden.
Was wirklich entscheidend ist: die richtige Grösse. Ein Rennvelo in der falschen Rahmengrösse macht jeden Kilometer unbequem. Geh in ein lokales Velofachgeschäft und lass dich beraten. Nimm dir Zeit dafür. Das ist die wichtigste Entscheidung beim Kauf.
Irenas Notiz: Mein erstes Rennvelo war ein günstiges Aluminiumrad von einem Hersteller den heute niemand mehr kennt. Ich habe damit das Appenzellerland kennengelernt. Es war nicht perfekt – aber es hat mich zu allem geführt was danach kam.
Bekleidung: Was du von Anfang an richtig machen solltest
Die Bib Short ist die wichtigste Investition nach dem Rennvelo selbst. Ein guter Pad entscheidet darüber ob du nach 2 Stunden noch Spass hast oder nach Hause willst. Spare nicht an der falschen Stelle.
Was du für den Anfang brauchst: Eine gute Bib Short mit einem Pad der für dich passt. Ein Trikot mit Taschen hinten. Handschuhe für die Hände, Radschuhe wenn du Klickpedale nutzt, und einen Helm. Das war es für den Start. Den Rest kaufst du wenn du weisst was dir fehlt.
Bei CYCLZ findest du Bib Short und Trikot als abgestimmtes Set – entwickelt damit du nicht selbst herausfinden musst welche Kombination zusammenpasst. Schau es dir an auf cyclz.shop.
Die ersten Ausfahrten: Weniger ist mehr
Anfänger:innen neigen dazu zu schnell zu fahren und zu weit. Der Körper braucht Zeit um sich an die Belastung auf dem Sattel zu gewöhnen – nicht nur die Muskeln, sondern auch der Rücken, die Hände, der Allerwerteste. Fang mit 30–50 km an. Fahre gemütlich. Genieße die Strecke.
Eine gute erste Route: Flache oder leicht hügelige Strecken in der Umgebung. In der Ostschweiz zum Beispiel das Rheintal oder die Bodenseeregion. Im Mittelland die Seeufer von Zürichsee oder Bodensee. Kein Muss zu einem grossen Pass im ersten Monat.
Sicherheit: Das Wichtigste zuerst
Helm immer. Das ist keine Diskussion. Handzeichen geben – links, rechts, Halt. Auf dem Rennvelo bist du schnell und wendig, aber im Strassenverkehr trotzdem der Schwächere. Fahre defensiv, vor allem in der Anfangszeit wenn du noch nicht routiniert bist in Bezug auf Bremsverhalten und Kurvenfahren.
Lichter vorne und hinten für Dämmerung und schlechte Sicht. Und: Fahre nie alleine auf unbekannten Strecken ohne jemandem Bescheid zu geben.
Irenas Notiz: Rennvelo-Fahren hat mein Leben verändert. Das klingt übertrieben – aber es stimmt. Es hat mir eine Art zu denken gegeben, einen Rhythmus, eine Community. Ich hoffe, dein erstes Rennvelo tut dasselbe für dich.